TIPPS FüR DIE REISEKASSE: WELCHE BANKKARTE IST FüR DIE FERIEN DIE GüNSTIGSTE?

Ferien sind verbunden mit Fremdwährungen. Dort ist nicht der Wechselkurs das Problem, sondern die versteckten Gebühren. Mit den richtigen Bankkarten bleibt mehr in der Reisekasse.

Das deutsche Statistikamt hat die Ferienkosten berechnet und hält fest: Ferien sind nirgends so teuer wie in der Schweiz. Das dürfte für Schweizerinnen und Schweizer neben dem fehlenden Meer – und vielleicht dem bisher verregneten Sommer – Grund sein, im benachbarten Ausland auszuspannen. Hotels, Essen, Shopping oder Automiete sind günstiger. Die Wechselkurse sind dank des stabilen Frankens vorteilhaft. 

Dennoch kann der Geldwechsel respektive das Bezahlen im Ausland teurer werden als angenommen. Das liegt an den Wechselkursen, die je nach Bank unterschiedlich verrechnet werden. In einem Test der «Handelszeitung» von 20 verschiedenen Bankkarten für Bargeldbezüge und digitalen Zahlungen in Fremdwährungen zeigte sich, dass es grosse Differenzen bei den angewandten Devisenkursen und Gebühren gibt. Kosten, die letztendlich die Ferienkasse belasten. 

Bis zu 5 Prozent teurer

Die teuerste Bank verrechnete 5,3 Prozent mehr als der Testsieger radicant. Die unabhängige Tochter der BLKB verzichtet komplett auf Transaktionsgebühren und berechnet nur den realen Interbanken-Wechselkurs und gab beim Test 1 Euro zum Preis von 0,978 Franken aus. Während die teuerste Bank im Vergleich für Bezüge und Zahlungen mit ihrer Cashback-Kreditkarte 1.03 Franken verlangte.

Fünf Rappen Unterschied: Das klingt nach wenig, macht aber in zwei Wochen Sommerferien rasch mal über 200 Franken aus. Laut einer aktuellen Umfrage des Vergleichsdiensts Hellosafe liegt das durchschnittliche Reisebudget eines Schweizer Haushalts 2024 bei gut 4000 Franken. Dabei werden die Ferien zumeist im EU-Raum verbracht. 

«Wir sind ein junges Technologie-Unternehmen mit hochmoderner Infrastruktur und Banklizenz. Diese Kombination ermöglicht es uns, schnell und effizient erstklassige Finanzprodukte zu entwickeln und unseren Kunden zu attraktiven Konditionen anzubieten», begründet Anton Stadelmann, CEO von radicant, das gute Abschneiden.

Vorteil Debitkarte

Die Schweizer Digitalbank bietet standardmässig eine virtuelle Debitkarte für Apple oder Google Wallet an. Wer eine physische Debitkarte aus recyceltem Plastik will, bezahlt dafür einmalig 10 Franken. Diese braucht es allenfalls für den Bezug von Bargeld am Bankomaten im Ausland. 

Auch diesen Vorgang hat der Test der «Handelszeitung» untersucht. Hier spiegeln sich die oben genannten Transaktionsgebühren auf dem Wechselkurs. Für den Bezug an sich verrechnen die meisten Banken einen Pauschalbetrag. Mit Debitkarte ist dieser halb so hoch im Vergleich zur Kreditkarte. Dort sind Mindestgebühren von 10 Franken pro Bezug oder ein hoher prozentualer Anteil fällig. 

Der Unterschied zwischen Debit- und Kreditkarte: Bei der Debitkarte werden Belastungen sofort auf dem Konto abgebucht, bei der Kreditkarte werden sie einmal monatlich abgerechnet.

Auf Gebühren achten

Wer also sein Ferienbudget schonen will, sollte sich die Konditionen der Bank genau anschauen. Oft werden im Kleingedruckten die Kosten aufgeführt. Neben einer Gebühr auf den ausgegebenen Betrag von beispielsweise 2 Prozent wird oftmals noch eine feste Bearbeitungsgebühr von 1.50 Franken verrechnet. So wird die Restaurantrechnung von umgerechnet 100 Franken mit 103.50 Franken dem Konto belastet. Bei Kleinbeträgen macht das noch mehr aus: Der Kaffee für 2 Euro wird dem Konto mit 3.54 Franken belastet. Das macht die Ferien teurer als nötig. Bei radicant wird dagegen nur der aktuelle Marktkurs angewandt, was sich für Kundinnen und Kunden auszahlt, wie der erwähnte Test zeigt.

Die Eröffnung eines Kontos bei einer Digitalbank wie radicant geht natürlich ebenfalls digital, ohne Papierkram. Das ist in fünf Minuten erledigt. Auch die digitale Debitkarte ist einsatzbereit, sobald Geld auf dem Konto verbucht ist. Für Zahlungen in der Schweiz gibt es daneben auch Twint. Die Kontoführung ist kostenlos – und gut verzinst. Das Ziel von radicant sei, das beste Bankkonto für jede und jeden anzubieten, sagt CEO Anton Stadelmann. 

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